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Manon Hily: Die Karriere einer Spitzenkletterin


  • 5min Wiedergabe
Manon Hily: Die Karriere einer Spitzenkletterin

Dreifache französische Meisterin im Schwierigkeitsklettern und seit über fünfzehn Jahren Mitglied der französischen Nationalmannschaft, Manon Hily hat sich als eine der wichtigsten Persönlichkeiten des französischen Klettsports etabliert. Der Film „S’envoler“ zeichnet ihren Werdegang nach, von ihren Anfängen auf La Réunion bis hin zu der zentralen Rolle, die das Klettern heute in ihrem Leben einnimmt.

Anhand der wichtigsten Meilensteine seiner Entwicklung beleuchtet er die verschiedenen Facetten seiner Praxis – zwischen Felsklettern und Wettkampf – sowie seines Lebensstils und zeigt auf, wie das Klettern seine Sichtweise geprägt hat, weit über die reine Leistung hinaus.

Hast du„S'envoler“ noch nicht gesehen? Du kannst es dir kostenlos auf YouTube ansehen, indem du einfach hier klickst.

Eine Begegnung, die alles verändern wird

Nichts deutete wirklich darauf hin, dass Manon Hily diesen Weg einschlagen würde. Sie entdeckte das Klettern auf La Réunion, als sie ihre Schwester in einen örtlichen Verein, „7 À L'OUEST“, begleitete. Eine einfache Umgebung, weit entfernt von den Standards des Spitzensports, in der sie jedoch eine entscheidende Begegnung hatte: die mit ihrem Trainer.

Mehr als fünfzehn Jahre später steht er ihr immer noch zur Seite. Eine im Spitzensport seltene Beziehung, die auf Vertrauen, Beständigkeit und gegenseitigem Verständnis beruht. Von Anfang an ging es nicht nur darum, Fortschritte zu machen, sondern langfristig etwas aufzubauen.

Zu diesem Zeitpunkt ist das Klettern noch keine Selbstverständlichkeit. Doch es hält nach und nach Einzug und nimmt schließlich einen immer wichtigeren Platz in seinem Leben ein.

Von der Angst zur Leidenschaft: Die Offenbarung am Fels

Die Felswand war nicht auf Anhieb ein Selbstläufer. Wie bei vielen Kletterern, die aus der Halle kommen, ist der Übergang zum Felsen mit Ängsten verbunden: die Höhe, das Engagement, die Umgebung.

Der entscheidende Moment kam während einer Reise nach Thailand. Eine prägende Erfahrung, die anfangs fast schon erschütternd war. Die ersten Tage waren schwierig, voller Emotionen, manchmal sogar von Entmutigung geprägt. Doch dann änderte sich allmählich etwas.

Am Ende des Aufenthalts ändert sich das Ziel: den ersten 8a-Weg zu versuchen. Es gelingt ihr zwar nicht auf Anhieb, aber der Wille ist da. Zwei Jahre später kehrt sie zurück und meistert die Route ohne Schwierigkeiten. Zwischen diesen beiden Momenten hat sich nicht nur ihre körperliche Leistungsfähigkeit verbessert, sondern auch ihre Herangehensweise an das Klettern grundlegend gewandelt.

Heute nimmt die Klippe einen zentralen Platz ein. Dort findet sie eine unmittelbarere Verbindung zur Umgebung, eine Form der Freiheit und eine andere Art, sich auszudrücken.

Zwischen Felswand und Wettkampf: zwei Welten, die sich ergänzen

Für Manon folgen Klettern an der Felswand und Wettkämpfe zwar unterschiedlichen Logiken, befruchten sich aber gegenseitig. Im Wettkampf ist alles klar umrissen, intensiv und unmittelbar. Der Schwierigkeitsgrad erfordert volles Engagement, wobei jede Bewegung Vorausdenken, Anpassungsfähigkeit und Präzision verlangt.

In solchen Momenten beschreibt sie einen Zustand, der einer Trance gleicht, ein völliges Eintauchen in die Anstrengung. Dabei spielt der Geist eine ebenso wichtige Rolle wie der Körper. Eine Herausforderung, die sie nach mehr als fünfzehn Jahren in der französischen Nationalmannschaft und mehreren nationalen Titeln in der Disziplin der Kletter-Kombination nur allzu gut kennt.

Im Gegensatz dazu bietet die Felswand ein anderes Verhältnis zu Zeit und Leistung. Weniger Zwänge, mehr Freiheit, aber ein anderes, oft persönlicheres Engagement.

Das Bewegen zwischen diesen beiden Welten ermöglicht es ihm, einen ganzheitlichen Ansatz beim Klettern zu entwickeln, bei dem Technik, mentale Stärke und Körpergefühl sich ständig ergänzen.

Klettern als persönliche Motivation

Über die sportliche Leistung hinaus spielte das Klettern eine entscheidende Rolle für ihre persönliche Entwicklung. Als Kind beschreibt sich Manon selbst als schüchtern, introvertiert und unsicher.

Das Klettern bietet ihr einen Raum, in dem sie anderen nichts beweisen muss. Nach und nach lernt sie, sich selbst zu vertrauen, sich Ziele zu setzen und über sich hinauszuwachsen. Sie sucht nicht mehr nach ihrem Platz, sondern schafft ihn sich selbst.

Diese Entwicklung geht über den sportlichen Rahmen hinaus. Das Klettern wird zu einem Mittel, sich zu behaupten, zu verstehen, wer sie ist und wie sie vorankommen möchte.

Die Spitzenklasse: Ein Gleichgewicht, das es zu schaffen gilt

Der Spitzensport stellt hohe Anforderungen. Training, Erholung, Ernährung, Organisation: Alles muss gut strukturiert sein, um Fortschritte zu erzielen.

Dennoch hat sich Manon dafür entschieden, nebenbei noch einer anderen Tätigkeit nachzugehen. Sie ist Krankenschwester – ein Beruf, der es ihr ermöglicht, mit einer anderen Realität als der des Kletterns in Verbindung zu bleiben. Ein wichtiges Gleichgewicht, das ihr Abstand und Sinn vermittelt.

Dieses Engagement erfordert ständige Anpassungen. Weniger Zeit, eine straffere Organisation, aber auch ein vertrauensvolles Verhältnis zum beruflichen Umfeld, um weiterhin unter guten Bedingungen trainieren zu können.

Spitzensport besteht aus Kompromissen, aber auch aus bewussten Entscheidungen.

Von der Leistung bis zur Kraftübertragung

Im Laufe der Jahre hat das Klettern auch ein Netzwerk starker Beziehungen geschaffen. Freundschaften, Kooperationen, eine echte „Kletterfamilie“, mit der sie weit mehr als nur einen Sport teilt.

Heute richtet sie ihren Blick auch auf die Jüngeren. Sie beobachtet, wie sie an das Klettern herangehen, ihre Energie und ihre Spontaneität. Eine Herangehensweise, in der sie sich wiedererkennt und die sie weiterhin inspiriert.

Der Wunsch, Wissen weiterzugeben, fügt sich ganz natürlich in diese Dynamik ein. Zu zeigen, dass es nicht nur ein einziges Erfolgsrezept gibt, dass der Fortschritt nicht allein von den körperlichen Fähigkeiten abhängt, sondern auch vom Engagement, vom Willen und davon, was man bereit ist, dafür zu geben.

Es ist mehr als nur eine persönliche Reise – es entwickelt sich eine Art, das Klettern zu leben und zu teilen.